6. Faktor: Nährstoffmangel

Bei diesem Faktor geht es darum, das «Betriebssystem» des Körpers mit den essentiellen Substanzen zu versorgen, die er zur optimalen Funktion benötigt. Wir unterscheiden hierbei Mikro- und Makro- Nährstoffdefizite. Als Mikronährstoffe bezeichnet man den Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen in einem bestimmten Nahrungsmittel. Häufig fehlen bei Patienten die Vitamin B Komplexe, Magnesium, Zink, Eisen, Selen sowie Vitamin C und D. Die Makronährstoffe sind die aus den Fetten und Ölen stammenden Fettsäuren, die aus dem Eiweiss gewonnenen Aminosäuren und die aus den Kohlehydraten gewonnenen spezifischen Zucker. Für die Therapie werden häufig die wichtigen Fettsäuren Omega 3 und 6, sowie die essentiellen Aminosäuren und das L-Glutamin benötigt. Ebenso die essentiellen Zucker Galaktose und Mannose sowie Ballaststoffe (für den Darm) in Form von Pflanzenfasern oder Flohsamenschalen.

Wichtig bei der Gabe ist, darauf zu achten, dass die zusätzlichen Mikro- und Makronährstoffe in der richtigen Form gegeben werden, sodass der Körper sie auch aufnehmen kann (Bioverfügbarkeit) und der richtige Einnahmezeitpunkt am Tag und eine ausreichende Trinkmenge gegeben ist. 

Die Aufnahme der Zusatzstoffe ist allerdings in manchen Fällen erst nach erfolgter Behandlung aus Faktor 5 erfolgreich – denn nur ein gesunder Darm kann die zusätzlichen Nährstoffe überhaupt verwerten!