1. Faktor: unerlöste seelische Konflikte und posttraumatische Belastungsstörungen

Bei einem unerlösten seelischen Konflikt handelt es sich um ein traumatisches Ereignis, das unerwartet und meist plötzlich in unser Leben kommt.

Die Intensität und die Gefahr des Ereignisses ist so hoch, dass während dessen keine Gefühle ausgedrückt oder verarbeitet werden können.

Diese zutiefst belastenden Gefühle werden im limbischen System (Reptilienhirn) gespeichert und über das autonome Nervensystem ständig in unsere Gefühlswelt eingespeist. Dieser Prozess ist unbewusst und verändert aber mit der Zeit die Art und Weise, wie wir unsere Welt wahrnehmen.

Häufig kommt es zu krankmachenden Glaubenssätzen wie z. Bsp.: «die Welt ist schlecht zu mir» oder «ich schaffe das nie, egal wie sehr ich mich anstrenge».

Viele solcher Traumatas liegen weit in der Vergangenheit wie z.B in der Kleinkindphase (zwischen Geburt und 4 Jahre), wo wir noch einen direkten, nicht verstandesorientierten Zugang zur Welt haben. Ein erfahrener Therapeut kann ein solches Trauma lokalisieren und «entkoppeln», d.h die Stressenergie des Ereignisses aus dem Nervensystem entfernen, wodurch das Trauma vom Patienten erstmalig bewusst verarbeitet werden kann.

Bei der posttraumatischen Belastungsstörung besteht das gleiche Prinzip der Nichtverarbeitung eines bedrohlichen Ereignisses, nur liegt dies meist in der Biographie eines Patienten nicht so weit zurück in der Vergangenheit. Häufige Ursachen für PTBS sind schwere Unfälle, Operationen, der plötzliche Verlust von geliebten Menschen oder ein Gewalt Ereignis (Vergewaltigung, schwere Körperverletzung). Die Abfolge der lösenden Behandlungsschritte ist allerdings identisch zum unerlösten seelischen Konflikt.